In Erinnerung an Franz Moser

 

FM

Nachruf von Gilbert Ahamer

Tatsächlich ist Franz immer ein Pionier gewesen. Er hatte auch an seinem Institut das „Aufbaustudium Technischer Umweltschutz“ ab 1984 begründet, welches als sehr innovative Initiative eine hochprofessionelle Ausbildung für Absolventen der TU ermöglichte; über 90 Vortragende trugen dazu – oft aus idealistischen Gründen – bei und ein reger Strom von Dutzenden Teilnehmern pro Jahr erfuhr so eine österreichweit einmalige Ausbildung in den Jahren, als Umwelttechnik als ein noch nicht vollständig konsolidiertes Fach galt. Die fachliche Breite war typisch für Franz und schloss Medizin, Projektplanung, Jus, Rhetorik neben Wasser, Luft, Boden und Abfall mit ein.

Professor Franz Moser war in meinen Augen der Großvater der Umweltschutz-Institute in Graz; die Vätergeneration (Schnitzer, Narodoslavsky, …), also seine Mitarbeiter, ist auch schon an der Pensionsgrenze, und eine weitere Generation gründete mehrere Forschungsinstitute (wie das Stenum etc.). Dadurch hat Franz enorm viel zum Aufbau von Graz als Kristallisationspunkt für Umwelttechnik in Graz beigetragen und so die universitären Ausrichtungen unserer früheren Umweltpionierstadt stark mitgeprägt.

Weiters erinnere ich mich noch sehr lebendig an seine immer aktiven gemeinsamen Vorträge und Diskussionen mit dem Philosophen Prof. Johann Götschl der Uni Graz in den 1980er-Jahren, die als junger Student inspirierende Erlebnisse waren und unter anderem im Katholischen Studentenheim Münzgrabenstraße 59 stattfanden.

Die Zusammenführung aller Lebensbereiche führte Franz in den Letzten Jahrzehnten gemeinsam mit Dir, Inge, durch und krönte damit seine zwei früheren Phasen in Industrie und Universität mit der dritten Phase Eures „Zentrums für Geistige Heilung“, wie er bereits bei einem ersten Besuch bei Euch 2006 deutlich sagte: er hätte „drei Leben“. So erfüllt ist auch wirklich sein Weg.

Padme

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